"Der Codex Leicester von Leonardo da Vinci"
| Untertitel: | Anlässlich der Ausstellung Leonardo : Beuys im Martin-Gropius-Bau Berlin |
| Medium: | Website und Gästebuch-Terminals |
| Auftraggeber: | debis AG, Museum der Dinge Berlin |
| Realisation: | 1999 |
| Sprachen: | Deutsch | Englisch |
| URL: | www.odranoel.de (odranoel = leonardo rückwärts) |
Beschreibung
Im Mittelpunkt der Produktion steht der im Besitz von Bill Gates befindliche Codex Leicester von Leonardo da Vinci als Hyperlinksystem. Die Site stellt die Überlegungen vor und erläutert sie. Leonardos Biografie wird anhand des seinerzeit sicher längsten Shockwave-Trickfilms des Internets erzählt.
"... Leonardos Manuskript gleicht einem sich ausbreitenden Wellenkreis, der erzeugt wird von einer schier unermüdlichen Matrix: ein nie zur ruhe kommender Trieb zur Umwandlung übersetzt Intuitionen, Ideen, Visionen in Texte, Prophezeiungen, Zeichnungen, technische Entwürfe und apokalyptische Alpträume, - wobei alle diese Sphären sich berühren und durchdringen, Wissenschaften und Künste sich gegenseitig durchfluten, befruchten und beunruhigen. ..." (aus dem Konzept der Ausstellung)
Einmalig ist ebenfalls die Verbindung eines Terminals im Museum mit dem digitalen Gästebuch im Internet. Erster Besucher:
Bill Gates!
Das umfangreiche Material ist in einzelne Sinneinheiten gegliedert, die über untereinander verknüpfte Pfade zu erreichen sind. Jedem Pfad ist eine übergeordnete Frage vorangestellt. Die vier Fragen lauten:
- Besitzt die Erde einen Wasserkreislauf?
- Warum leuchtet der Mond?
- Ist die Erde ein lebendiger Körper?
- Warum bewegt sich etwas?
Die kurzen Passagen von Leonardo werden hier als einzelne Seiten vorgestellt. Am Anfang steht immer die Frage. Es folgt eine Antwort im Sinne Leonardos. An vielen Stellen wird eine bewegte Zeichnung das beschriebene verdeutlichen. Schließlich ist jeweils das entsprechende Zitat von Leonardo und die Kennzeichnung der Textstelle zu sehen.

Eine Produktion der ehemaligen mib GmbH.
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